Fiat Spider 124

STESIM

Familie Steger-Simmich, Hunderdorf

Fiat Spider 124

 

 

 

Fiat, Spider 124 CS2

Baujahr: 1983

Leistung: 77 kW

Hubraum: 1995 cm³

Höchstgeschwindigkeit: 135 km/h

 

Allgemeine Historie

Der Fiat 124 wurde im Frühjahr 1966 der Öffentlichkeit in Genf präsentiert. Einzige Karosserievariante war zunächst die viertürige Limousine. Die Kunden nahmen den 124 von Start weg positiv auf. Schon beim Produktionsstart konnten 200 Einheiten pro Tag gefertigt werden; eine Zahl, die bis zum Herbst 1966 auf 600 stieg.

Die Limousine wurde sofort "Auto des Jahres". Angespornt durch diesen Erfolg und weil sich offene Autos zu dieser Zeit gut verkaufen ließen, sollte eine Cabrio-Version des "Neuen" entstehen. Beinahe jeder italienische Designer präsentierte seinen Entwurf, Sergio Pininfarina machte aber das Rennen. Touring baute die erste Version: das Fiat 124 Cabriolet C4.

Der Fiat 124 Sport Spider wurde im November 1966 auf dem Turiner Auto-Salon vorgestellt. Er basierte auf dem Limousinen-Chassis, welches für die offene Version um 14 cm gekürzt und verstärkt wurde. Die Karosserie wurde von Pininfarina gefertigt, das Finish der Fahrzeuge erfolgte bei Fiat in Lingotto. Der 124 AS hatte eine 90 PS Maschine (1438 ccm) und eine glatte Motorhaube. Diese erste Spider Version wurde in den USA fast 11.000 Mal verkauft. Das waren zwei Drittel der gesamten AS-Produktion. Der AS wurde bis Juli 1970 gebaut.

Es folgte das 1969 präsentierte B-Modell mit 110 PS (1608 ccm). Der Motor hatte nun zwei 40´er Doppelvergaser (WEBER oder SOLEX, 36´er in den USA mit nur 94 PS). Wegen der höher bauenden Maschine hatte die Motorhaube nun zwei Buckel. Außerdem hatte der BS einen wabenförmigen Kühlergrill und in die Rücklichter integrierte Rückfahrscheinwerfer.

Der BS/BS1 wurde durch den 108 PS starken 124 Spider CS ersetzt. Ab August 1972 hieß er dann CS1 und hatte (in Europa) einen 118 PS Motor mit 1756 ccm).

Dann kam der CS2, mit 2 Liter Maschine und größeren Buckeln auf der Haube, aber nur 81 PS in der 49-state Version (california Version: 75 PS). Ein Jahr später folgte der CS0, mit 96 PS geringfügig stärker. Allerdings hatte der Spider seinen Höhepunkt bereits überschritten und die Produktionszahlen sanken ständig. 1982 wurden nur noch 2000 Spider gebaut.

Von Ende 1982 bis Sommer 1985 wurde der Fiat 124 Spider als 124 DS in den Werkhallen von Pininfarina unter der Modellbezeichnung Pininfarina Spidereuropa hergestellt und über das Händlernetz der Fiat AG vertrieben. Parallel kamen als Sonderedition 500 von Abarth getunte und einzeln durchnummerierte Spidereuropa Volumex mit einem Roots-Kompressor in den Handel. Mit seinen 135 PS war der Volumex stärker als sein "ewiger" Konkurrent, der Alfa Romeo Spider.

Die Produktion des Fiat 124 Spider wurde nach 19 Jahren und knapp 200.000 ge-bauten Fahrzeugen im Juli 1985 eingestellt. (Quelle: Wikipedia und Spiderplace.de)

 

Fahrzeug Historie

Eines Morgens, auf dem täglichen Weg zur Arbeit, stand er plötzlich da: Ein roter Fiat Spider, direkt an der Einfahrt zu einem Autohaus. Die neue Liebe musste ich erst meiner Frau erklären. Leider konnte eine Probefahrt im Regen meine Liebste nicht beeindrucken, aber dem Familienfrieden zuliebe willigte sie in den Kauf ein. Und so drehen wir die Sommerrunden seit dem Mai 2010 im Spider. (Die Begeisterung hat sich bei meiner Frau dann etwas später doch noch eingefunden!)

Vorher war das Auto im "wechselnden Familienbesitz", heißt: Es gab mehrere Besitzer, aber alle waren innerhalb einer Familie.

Der Spider ist eigentlich für den amerikanischen Markt gebaut. Und so war er auch schon auf dem Schiff in Hamburg. Als es Probleme mit dem Schiff gab und dieses Leck schlug, wurde die gesamte Ladung durch die Versicherung bezahlt und alles Brauchbare aus der Ladung wurde dann versteigert. So kam der Spider nach Straubing, wo er seine Dienste verrichtete. Leider wurde er in dieser Zeit einmal nicht unbedingt fachmännisch lackiert. Das Ferrari-Rot steht im zwar besser als das ursprüngliche cherry red, aber die Ausführung ist bei näherer Betrachtung eben etwas dürftig.

Der Wagen ist schon mit einem Katalysator ausgerüstet. Gewöhnungsbedürftig ist der Tacho, denn er zeigt in Meilen an und so fährt man öfters etwas schneller, als man eigentlich dürfte.

In der Zwischenzeit wurde nun auch der Spider auf Kur geschickt. Bei KFZ-Knott in Hunderdorf wurde er komplett zerlegt, neu lackiert, technisch überarbeitet und nun erstrahlt er in neuem Glanz. All die kleinen Dellen, die nachlässige Lackierung und die verschlissenen Sitze und das defekte Verdeck sind nun Vergangenheit. Und er hat auch wieder die Originalfarbe erhalten.